„Frei tanzen ist das Schönste!“ Diesen Satz bekomme man in allen
Altersstufen immer wieder zu hören. Sich frei bewegen und improvisieren
zu einer Musik, die motiviert und inspiriert, bedeutet mit dem eigenen Körper
zu experimentieren. Verrückte Schritte erfinden, einfach stoppen wann man
will oder am Boden rollen, etwas mit einem Partner oder in der Gruppe
ausprobieren, die Möglichkeiten sind unbegrenzt und hier beginnt der Kreative
Tanz.
Es geht um die ganzheitliche Individualität in der Bewegung, wobei es die
Aufgabe des Tanzpädagogen ist, diese zu stärken und zu entwickeln.
Ganzheitlich bedeutet in diesem Bereich, jeden Einzelnen zu Fantasie und
Bewegungsvielfalt zu ermutigen und beim Entdecken des Körpers mit seinen
Bewegungsmöglichkeiten behutsam zu begleiten. Zu Beginn wird die freie
Bewegung innerhalb einer abstrakten Aufgabe eingeschränkt, um so die persönliche
Scheu geschickt zu umgehen. Später geht es dann darum, die individuelle
Bewegungserfahrung zu erleben, andere zu beobachten und darüber ins Gespräch
zu kommen. So entsteht aus der Improvisation die Tanzkomposition. Die
technischen Leistungen, die sich in so einer Gemeinschaft entwickeln, können
weit über das übliche Niveau von Amateurgruppen hinaus gehen, zu einer
besonderen künstlerischen Erfahrung führen und eignen sich durchaus für
die Bühne.
Neben dem Unterricht in Klassischem Ballett, Modern Dance und Jazzdance
kann der Kreative Tanz als eigenständige Unterrichtseinheit
stehen, er kann aber auch je nach Interesse der Gruppe
in die oben genannten klassischen Technikstunden einbezogen werden.
Erfahrungsgemäß entsteht schnell eine Faszination für die freie
Bewegung, sie eröffnet neue interessante Perspektiven im Tanz und bringt
in seiner Ganzheitlichkeit Körper und Geist in Einklang.
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